Von Thun nach Bern (Sommer)

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Übersicht zum Flussabschnitt Thun-Bern

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Der Thunersee mit den Berner Hochalpen im Hintergrund

Thun

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Am Alpenrand gelegen, ist die Stadt Thun auch als Tor zum Berner Oberland bekannt. Den umgekehrten Weg nimmt die Aare; sie erreicht nördlich von Thun das Mittelland

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Das Schloss Thun als Wahrzeichen der Stadt

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Übersicht zum nicht ganz unkomplizierten Aarelauf in Thun

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Gänsesäger und Barben schnappen in der Inneren Aare nach Brotkrumen

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Durch die Scherzligenschleuse im Stadtzentrum gelangt ein Teil des Seewassers in die Aare

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Ein Fluss-Surfer nutzt die kräftige Strömung im Unterwasser der Schleuse

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Die Äussere Aare durchfliesst den ehemaligen Thuner Stadtgraben

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Im Schwäbis beginnen viele „Aareböötler“ ihre Reise nach Bern

Zwischen Thun und Bern gibt es weder Staustrecken noch Kraftwerke. Entsprechend beliebt ist der Flussabschnitt bei Bootsfahrerinnen, die sich von der kräftigen Strömung talabwärts tragen lassen. Je nach Wasserführung, dauert die knapp 30 Kilometer lange Fahrt zwischen drei bis fünf Stunden.

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Ein solcher Andrang ist selbst auf der viel befahrenen Aare aussergewöhnlich. Das Bild entstand während der Hitzewelle im Juli 2015

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Die Zulgmündung als beliebter Badeplatz

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Eine Flusslandschaft im Würgegriff der Zivilisation. In der Bildmitte ist die ARA-Thunersee, als zweitgrösste Kläranlage des Kantons Bern, zu sehen. Dort werden die Abwässer von 110.000 Einwohnern gereinigt

Mehr Raum

Vom Wasser aus betrachtet, erscheint die Flusslandschaft oft weitläufiger, als sie tatsächlich ist. Auf vielen Abschnitten trennt nur ein schmaler Gehölzstreifen den Fluss von angrenzenden Feldern, Strassen oder Siedlungen.

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Natürlichkeitsgrad der Aare und ihrer Uferbereiche zwischen Thun und Bern. Die Lebensräume sind oftmals monoton und verarmen zusehends, weil Platz und Dynamik fehlen

Bis in 25 Jahren wird sich das Angesicht der Aare zwischen Thun und Bern grundlegend verändern. Mit dem Grossprojekt aarewasser soll der Hochwasserschutz, aber auch die Dynamik der Auenlandschaft verbessert werden.

Wo es möglich ist, soll die Aare wieder Mehr Raum erhalten, damit sie eigenständig ihr Umfeld gestalten kann. So sollen eben jene flusstypischen und artenreichen Lebensräume gefördert werden, die heute im Verschwinden begriffen sind.

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Vor Uttigen kündet eine Schwallstrecke von der nahenden Stromschnelle…

Uttigenwelle

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Die legendäre Uttigenwelle! Bei Aareböötlern beliebt und berüchtigt zugleich, sorgt die Stromschnelle für reichlich Nervenkitzel

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Die Uttigenwelle entsteht durch eine Engstelle unter der Eisenbahnbrücke

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Der Begriff „Schwimmbar“ dürfte hier doppelt zutreffen, nachdem das Gefährt heil durch die Schnellen manövriert wurde. Welch kreative Idee, sich die Reise nach Bern zu verschönern!

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Jenseits der Stromschnelle wird das Wasser wieder ruhiger. Nun folgt endlich der letzte Abschnitt des Kanals

Uttigenfluh

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Beginn der Uttigenfluh, einer eindrücklichen Steilwand aus kaltzeitlichen Fluss- und Gletschergeröllen

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Die Fahrt entlang der Steilwand begeistert selbst Kenner jedes Mal aufs Neue

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Im Juni beginnt die Schneeschmelze auch in den höheren Gebirgslagen. In dieser Zeit erreicht der Fluss in der Regel seine höchsten Monatsmittel

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Die sommerliche Aare bei Wichtrach. Abflussmenge: 160 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Tiefe: Rund zwei Meter. Wassertemperatur: Etwas über 17 Grad. Schwimmvergnügen: Riesig!

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Die Schützenfahrbrücke bei Münsingen. Die Pfeiler sind für passierende Boote nicht ungefährlich, weshalb man Letztere niemals zusammenbinden darf

Hunzigenau

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Im Jahr 2006 wurde in der Hunzigenau das Flussbett aufgeweitet, um die umliegenden Gebiete besser vor Hochwasser zu schützen. Zur Verbreiterung gehören auch zwei neue Seitenarme

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Neben dem Hochwasserschutz, wurde auch die Dynamik in der Auenlandschaft verbessert. Nun gibt es Kiesbänke, flache Uferbereiche und unterschiedliche Strömungszonen

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Eine Flottile aus Gänsesägern sticht in „See“

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Prächtiger Schilfgürtel in der Märchligenau

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Ein Sommergewitter zieht durch das Aaretal Richtung Osten

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Am nächsten Morgen hat die hochgehende Zulg auch die Aare in einen trüben Strom verwandelt. An den Pfeilern der Auguetbrücke hat sich Schwemmholz verfangen

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Auf der Wetterseite wurde die Brücke mit Brettern verkleidet, um die Tragkonstruktion vor Wind und Regen zu schützen

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Als Alpenfluss führt die Aare auch während der Schneeschmelze im Frühling öfters Hochwasser. Hier hat der Fluss einen Grillplatz bei Muri überschwemmt

Selhofen Zopfen

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Auch am sogenannten Selhofen Zopfen wurde das Flussbett aufgeweitet. Nun kann der Auwald am linken Ufer wieder regelmässig überschwemmt werden

Mehr zur Revitalisierung am Selhofen Zopfen zeigt die folgende Artikelreihe:

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Hier setzt gerade die Bodenacker-Fähre über den Fluss

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Der Fährmann bei der Arbeit

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Miami Vice lässt grüssen

Aareschwimmen

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In Bern gehört das Aareschwimmen zur festen Tradition

Es gibt nur wenige Flüsse dieser Welt, wo im Sommer so ausgiebig geschwommen wird, wie in der bernischen Aare. An heissen Tagen lassen sich jeweils Tausende in den grünen Fluten treiben.

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„Feierabendverkehr“ an einem warmen Sommerabend. Die Strömung ist mit etwa doppeltem Schritttempo relativ zügig

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Beim berühmten Marzilibad heisst es auswassern, denn einige hundert Meter flussabwärts wartet die Mattenschwelle

Selbst im Hochsommer wird der Fluss selten wärmer als 20 Grad. Für die meisten Schwimmer scheint die Schmerzgrenze irgendwo bei 17 Grad zu liegen, die ganz Harten wagen sich auch bei winterlichen sieben – oder noch weniger – Grad ins Wasser!

Nützliche und stilvolle Infos zum Aareschwimmen: aareguru.ch

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Marzilibrücke und Bundeshaus

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Die Mattenschwelle

2 Gedanken zu „Von Thun nach Bern (Sommer)

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